Wieder-Einweihung der Glocken in Sarzbüttel

Gottesdienst zur Glockeneinweihung

Gut besucht war der Gottesdienst, in dem die Glocken der Kirche  Sarzbüttel nach beinah 3 Jahren endlch wieder läuteten. So lange hatten die Gemeindeglieder  seit der „Stilllegung“ des Glockenstuhls warten müssen, bis die erforderlichen Genehmigungen und Baumaßnahmen zur Sanierung erteilt bzw. durchgeführt werden konnten. Aber getreu dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut“ hatte sich das Warten schließlich doch gelohnt.  Mit anrührenden Worten wurden die Glocken mit den Namen Frieden, Freude und Dank von den Gemeindegliedern Hannelore Peters, Heike Speck und Lukja Dehn vorgestellt, bevor alle endlich wieder ihrem jetzt viel weicheren Klang lauschen konnten:

Die größte Glocke trägt den Namen Frieden. Sie erklingt immer dann, wenn wir Abschied nehmen müssen von uns geliebten und anvertrauten Menschen. Ihnen wünschen wir, dass sie nun im Frieden Gottes aufgefangen sind. Der Frieden soll uns aber nicht nur nach dem Tod umgeben, – er ist und bleibt auch für uns jetzt und hier eine Lebensaufgabe. Die Friedens-Glocke sie mahnt uns aufeinander zu zugehen und sich selbst manches Mal zurück zu nehmen. Den Frieden zu suchen und nicht meinen eigenen Vorteil. Sie führt uns hin zu Jesus, der uns einen Frieden gibt, der ausstrahlt und Menschen miteinander verbindet. Haltet Frieden und sucht den Frieden, den Gott Euch schenkt, das will uns die größte Glocke sagen.

Die zweite Glocke trägt den Namen Freude. Sie erklingt gemeinsam mit den anderen Glocken bei fröhlichen Festen wie der Hochzeit, der Taufe oder der Konfirmation. Aber auch bei
ganz normalen Gottesdiensten können wir sie hören. Sie zeigt mir: Freude begleitet mich auf meinem ganzen Lebensweg. Freude setzt mich in Bewegung und ich fange an zu singen, zu tan- zen und anderen davon zu erzählen. Mich macht es froh, dass Gott mich beschenkt mit manchen großen und ganz vielen kleinen Freuden des Alltages. Die Glocke „Freude“ ruft mir zu:
Freue dich, dass es Dich gibt, dass Du leben darfst, dass es Menschen gibt, die mit Dir das Leben teilen. Freue dich, dass Gott Dich sieht und für Dich da ist. Freude Dich und fange an Gott zu loben, das will uns die mittlere Glocke sagen.

Die kleinste Glocke trägt den Namen Dank. Der Dank folgt aus dem Frieden und der Freude, die wir in unserem Leben erfahren. Danken kann ich, wenn ich Glückliches erlebe und wenn ich weiß, von wem dieses Glückliche kommt. Werde ich zunächst von Gott beschenkt, macht die kleinste Glocke deutlich: Weil Du so beschenkt bist, kannst Du auch etwas zurückgeben. Der Dank ist unsere Antwort auf Gottes Liebe zu uns. Die kleine Glocke erinnert uns daran, dass Gott sich nach uns sehnt und sich freut, wenn wir dankbar sind für alles, was er uns schenkt. Er ist freundlich – ein wirklich guter Freund, – darum vergiss diesen Freund nicht und seine Geschenke, die er Dir macht. Sei dankbar, das will uns die kleinste Glocke sagen.

Das anschließende Lied „Süßer die Glocken nie klingen“ wurde bestimmt noch nie inbrünstiger gesungen!