Briefe und Reiseberichte

Pastor Filemon Benjamin
Im Namen Gottes an die Geschwister in Meldorf
September 2015

Lieber Pastor Benjamin Filimon und die anderen Pastoren und Mitarbeitenden und Gemeindeältesten und Mitglieder in Meldorf, auch die Jugendlichen und Kinder. Ich grüße Euch Mitchristen jetzt und danke sehr im Namen von Jesus Christus. Gott segne Euch und segne unsere Kirche.
Ich berichte jetzt über die Spende, die Ihr uns im letzten Jahr am 29.12. 2014 geschickt habt. Sie ist an Das Projektbüro in Lae gegangen. Frau Gisela hat einen Brief mit der Nachricht geschrieben und ich habe im März im Projektbüro nachgefragt. Sie sagten, sie habe es noch nicht erhalten. Im Juli habe ich einen zweiten Brief erhalten und bin wieder hingefahren und habe es geprüft. Sie sagten, es ist gekommen, aber noch nicht bearbeitet, darum musst Du warten. Ich habe einen Monat in Lae gewartet, dann habe ich wieder nachgefragt. Sie sagten, wir geben Dir Kina 600 für Reisekosten und fährst nach Hause. 5000 Kina schicken wir nach Mendi und Du holst es in Mendi. Ich bin zurückgefahren und habe es letzte Woche in Mendi geholt. Ich habe an die einzelnen Dorfgemeinden je 200 Kina gegeben und an die Frauengruppen je 300 und die Jugend je 300. An Witwen habe ich je 20 Kina gegeben, insgesamt an 13 Frauen. 1000 Kina hat das Gemeindebüro für Brot und Wein zum Abendmahl erhalten. Etwas habe ich auf dem Konto gelassen. Soweit mein Bericht für das Geld, das Ihr geschickt habt.

Ein großes Dankeschön von mir an Euch, die Ihr im Meldorfer Dom Gottesdienst feiert. Gott segne Euch und Eure Kirche. Ein zweiter Dank von uns geht alle, alle, die zu der Spende von drei Mal 708 Euro (??? Hier ist offenbar ein Missverständnis) beigetragen haben. Ein wirklich großes Geschenk, um uns zu helfen. Ich sage ausdrücklich, für diese Großzügigkeit möge Gott Euch und die Gaben segnen. Vielen, vielen Dank.

Ich bin in Sorge und mein Mitgefühl gilt weiter Gisela, die bei uns war und jetzt verstorben ist. Unser Mitgefühl gilt Euch. Am letzten Tag werden wir uns von Angesicht sehen. Auf Wiedersehen.                                                           Pastor Salap Uyaga (Übersetzung Rudolf Lies)

ELC-PNG Sugu Gemeinde
5 September 2015

Liebe Frau Ellen Peter und die ganze Familie und Herr Alf und Ute und Herr Harring. Und Frau Inga Andrea die ganze Familie mit Enkeln und Celina und Frau Lisan mit ihrem Mann und dem kleinen Kind (Kindern?). Im Namen Jesu Christi möge Gott Euch segnen und Eure Seele leicht machen in Eurem ganzen Leben in dieser Welt. Und der Heilige Geist als Geist der Wahrheit und der Leichtigkeit möge Euch begleiten. Amen. Mama hat uns verlassen und ist ins Paradies gegangen und ruht sich aus von der vielen Arbeit, die sie hier getan hat. Mein Mitgefühl und meine Sorge wird weiter mit mir sein bis an mein Lebensende. Am letzten Tag werden wir uns wiedersehen.
Die Familie von Euch hat sich zur Trauerfeier getroffen und hat uns eine Brief mit den ganzen Namen von Euch geschrieben und uns von Mama Gisela berichtet. Den habt Ihr Frau Sabine, die nach Lae geeist ist ins Projektbüro mitgegeben. Sie hat mich in Lae getroffen und mir den Brief gegeben mit den Fotos vom Friedhof und von der Kirche in Meldorf. Schön, dass ich ihn erhalten habe und ich bedanke mich für den Brief und die Nachrichten und die Fotos. Gott segne Euch. Unseren Bericht von der Gedenkfeier in Sugu hatten wir geschrieben und an Euch geschickt im letzten Monat. Über Nachrichten vom Circuit und dem Partnerschaftsvorsitzenden und dem Rest von Wabi weiß ich nichts, was sie getan haben.
Mein Dank geht an Pastor Benjamin Filemon und den Kirchgemeinderat und die Mitarbeitenden und die Gemeindemitglieder, die Jugend, die Kinder, den Kindergottesdienst und auch den Kindergarten. Einige von den älteren Mitwirkenden bei der Partnerschaft sind schon von uns gegangen, aber manche leben noch. Gottes Erbarmen und Gottes Segen sei mit Euch allen.
Eine andere Nachricht. Ihr habt Geld nach Lae geschickt, letztes Jahr zu Weihnachten, 3300,31, wovon wir noch nicht alles erhalten haben. In PNG Währung ist es Kina 5600. Als ich nach Lae ging letzten Monat, habe ich nur 600 Kina erhalten, 5000 Kina sollen nach Mendi geschickt werden. Dann bin ich zurückgereist. Nächste Woche oder so fahre ich nach Mendi und pruefe es. Dann schicke ich Bescheid an Euch. So viel jetzt.                                                       Pastor Salap

Frau Ellen Peter
Seit Anfang April bis zum September ist schlimme Dürre und Hagel (Frost?), die die Gärten vertrocknen lassen, Blätter wie Wurzelwerk. Im Boden hat der Frost die Pflanzen beschädigt. Wenn wir es ausgraben und kochen, bekommt es uns nicht. Die Wasserstellen sind trocken und der Fluss Sugu riecht faul und stinkt. Ich erzähle es, dass Ihr es wisst.
(Anmerkung: Eine anschauliche Schilderung der Auswirkungen von Dürre und Frost durch das Klima Phänomen El Nino, dass zur Zeit PNG schlimm trifft. Wie lange es noch andauern kann, ist offen. Das bestimmt die Schwere der Auswirkungen. Rudolf Lies)

Viele Briefe erreichten uns seit dem Sommer und Gisela Ketelsens Tod 2015 aus Papua-Neuguinea. Hier einige Ausschnitte:

Liebe Merle Fromberg,
… Ich habe Deine Nachricht über mein Hany am 1. Juli um 3.00 Uhr Nachmittag gesehen. Die Nachricht von Mama Gisela Ketelsens Heimkehr macht uns sehr traurig. Sie war die Mutter des Wabi Sekets: Sie war ganz für uns da. Sie hat für uns, mit uns geweint, sich mit uns gefreut, für uns gebetet und alles gegeben. Und nun hat sie uns verlassen und ist fortgegangen. Wir trauern um Mama Gisela. Meine Familie und ich hatten den 2. Juli als trauertag. An diesem Tag haben wir auf alle Arbeit verzichtet, auch unsere Gärten und den ganzen Tag haben wir getrauert. Möge Gott alle ihre guten Werke, auch die, die sie für uns gemacht hat, segnen. Möge er Mama Gisela segnen und ihr die versprochene Ruhe geben. Wir verabschieden uns bei ihr…
Malex Malakai

Liebe Ellen, Peter und die ganze Familie,
… Ich sage mein herzliches Beileid für Euch. Meine Tränen laufen und ich schreibe diesen Brief. Ich hatte keinen Brief erhalten, aber ich hatte es von Pastor Raymond Kurumu gehört. Merle hatte ihn auf dem Mobiltelefon angerufen und mitgeteilt, dass Mama Gisela am 30. Juni gestorben ist. Wir waren sehr erschrocken und meine Familie hat sehr getrauert. Ich habe Briefe an alle Einzelgemeinden in Sugu geschrieben. Sie sind gekommen und haben auch ihre Trauer gezeigt. Wir haben eine Zweiwochenfrist gesetzt, um an unsere Schwester Gisela zu denken. Am Samstag, 18. Juli sind wir alle zusammengekommen und hatten einen großen Gottesdienst zum Gedenken an Giselas Tod. Gott tröste Euch alle in Meldorf und ganz Dithmarschen und stärke Euer aller Glauben.
Um 3 Uhr nachmittags endete der Gottesdienst, wir gingen hinaus, öffneten das Mumu (feierliches Essen) und verteilten es an alle einzelnen vertretenenh Dorfgemeinden. Ich muss dazu sagen, so folgten wir unserer Tradition in PNG. Wir hörten, dass das Wort Gottes aus Psalm 90,1 bei der Beeridigung darüber stand. Diesen Psalm 90 hatte Gisela selbst in ihrem letzten Brief benannt, um unseren Glauben zu stärken. Wir haben es gelesen und gehört. Wir wissen, unser Leben kann nicht unendlich viele Jahre währen. Gisela Ketelsen hat diese Partnerschaft 1986 angefangenund hat Briefe an mich und die Sugu Gemeinde geschrieben. Die Partnerschaft besteht nun 29 Jahre; nun ist sie gestorben und wir sind sehr in Sorge. Gisela Ketelsen war wie eine Frau aus Neuguinea, sie war zuhause im Pidgin und konnte es besser als die anderen. Ihr Pidgin war sehr eindeutig und übertraf die anderen. Wir sind überzeugt, es war ein Geschenk des Geistes Gottes und wir danken Gott dafür.
Wir sorgen uns sehr und denken, wer wird uns in Zukunft schreiben? Aber wir glauben, Gott vermag alles, auch wo wir keinen Weg sehen…
Pastor Salap Uyaga

Liebe Anni Strahlendorff,
… wir trauern sehr um unsere Schwester Gisela, die uns verlassen hat und heimgegangen ist. Mein Herz zerbricht; auch diesen Brief schreibe ich mit vielen Tränen in den Augen. Ich habe die traurigen Nachricht von Pastor Raymond Kurumu bekommen… Ich war schockiert. Wir sind sehr, sehr traurig. Was können wir tun? Wir sind sprachlos und können nur noch weinen. Es tut uns sehr leid. Wir sind aber dankbar für alles, was sie für uns getan hat.
Bleibt behütet, Pastor Salap Uyaga

Liebe Geschwister in Dithmarschen und Meldorf,
ich grüβe Euch im Namen des Herrn. Der Dreieinige Gott sei mit Euch und mit uns! Vielen Dank für den Brief, den Ihr an uns geschrieben habt! Ich habe ihn zum Partnerschaftstreffen am 02.09.2015 in Wabi mitgenommen. Dort haben wir Gottesdienst in der groβen Kirche gefeiert; Pastor Ta hat ihn gehalten. Er hielt die Predigt über derselben Text, den Ihr auch gehört habt: 1. Kor 1,31. Die 10 Pastoren waren alle anwesend. Die Nachricht von Mama Giselas Heimkehr hat dann alle erreicht. Alle sind sehr traurig. Sie war eine sehr starke Frau; das haben viele Menschen hier zum Ausdruck gebracht. Nun hat Gott sie gerufen, und sie hat uns viele gute Sachen, die sie gemacht hat, überlassen und ist nun fort. Wir danken Gott für sie, für ihr Leben und für alles, was sie gemacht hat! Die Arbeit, die sie zurückgelassen hat, besonders die Partnerschaftsarbeit, liegt nun in unseren Händen, weiter zu machen. Mama Gisela Ketelsen hat uns schon den Weg gezeigt, und nun bleibt es für uns die Wabi- und Dithmarscher-Leute, diesem Weg zu folgen. Wir schicken unser herzliches Beileid an Ellen-Peter mit Familie und alle Christenmenschen in Meldorf!
Die Christenmenschen aus den 13 Gemeinden, etwa 100 Personen, sind zusammengekommen, um den Partnerschaftsgottesdienst zu feiern. Alle haben um Mama Ketelsen getrauert. Viele Frage tauchen auf in solchen Situationen, und so war es auch bei uns: Wie wird jetzt die Partnerschaftsarbeit weiter gehen? Aber ich habe allen gesagt, dass die Arbeit weiter gemacht wird, wie bisher.
Alle Teilnehmenden senden herzliche Grüβe an Euch. Meine Familie und Gemeinde in Mugiri senden auch viele herzliche Grüβe, auch besonders an Dich Merle Fromberg! Gott segne Euch alle!
Surumba Yalali

Merle Fromberg berichtet von ihrem Besuch in Papua-Neuguinea – land of the unexpected
DSC_5007Als meinen Mitreisenden, Ute Lohse aus Gudendorf, Pastorin Marina Eitzen-Janta aus Burg, Cynthia Lies aus Husum und mir am 19. September durch Pastor Pohlmann ein Reisesegen zugesprochen wurde, wusste ich nicht wirklich, was auf mich zukommen würde. Aber wie soll man das auch wissen bei einem Land, das am anderen Ende der Welt liegt und bezeichnenderweise auch noch den Namen „land of the unexpected“ (Land des Unerwarteten) trägt.
Mit einem großen Rucksack, gefüllt mit Geschenken aus der Gemeinde, mit Nützlichem wie Isomatte, Schlafsack, Taschenlampe und Co. sowie aus Platzmangel und Übergewicht eine minimalistische Auswahl an Kleidung, mit Briefen und Grüßen machte ich mich auf den Weg zu unserer Partnergemeinde im Hochland Papua-Neuguineas.
Über Helsinki und Singapur erreichten wir nach 27 Stunden Flug die Landeshauptstadt Port Moresby. Von dort ging es mit einer Propellermaschine weiter ins Hochland. Meine Befürchtung, die kleinen Inlandsflugzeuge könnten eine Unsicherheit darstellen, bestätigte sich nach halbstündigem Flug, als der Pilot verkündete, wir müssten aufgrund eines Flugzeugschadens nach Port Moresby zurückkehren.
Dennoch gelangten wir noch am selben Tag zu unserem ersten Etappenziel. Als wir aus dem Flugzeug stiegen, hörten wir eine große, wehklagende Menschenmenge. Lautes Weinen und Schluchzen kam aus den Kehlen völlig bemalter Menschen. Grund war ein Sarg, der mit unseren Rucksäcken aus der Ladeklappe gehievt wurde. In PNG zeigt man Gefühle demonstrativ öffentlich. Eine Beerdigung ohne lautes Weinen und Wehklagen ist undenkbar.
Von Goroka im Landesinneren aus ging es am nächsten Tag per Jeep 200 km quer durch das Land zu einer nationalen Frauenkirchenkonferenz in Boana. Ich sammelte erste Eindrücke von dem fernen Land: eine wunderschöne Landschaft, andererseits Armut und Schmutz, vor allem aber ganz offene, herzliche Menschen. Egal wo wir hinkamen, alle wollten mit einem sprechen, einem die Hand geben, einen umarmen und drücken. Bei den geschätzten 2.000 Frauen von der Konferenz, aber auch während der gesamten Reise eine Mammutaufgabe. Gefühlt war ich in Papua-Neuguinea keine 10 Minuten alleine.

Nach zweitägiger Teilnahme an der Kirchenkonferenz ging es per Flieger nach Mount Hagen, ins noch weiter abgelegene Hochland, von wo wir nach fünf Stunden Autofahrt über holprigste Pisten (Straße will ich lieber nicht sagen) unseren Partnerkirchenkreis Wabi erreichten. Von der Straße, nein Piste, aus folgte ein 4,5km langer Fußmarsch, berghoch und bergrunter, über „Baumstammbrücken“ durch Schlamm und Matsch, bis zur ersten Gemeinde Mabuanda. Wir wurden, wie zuvor in Mount Hagen, wie hoher Staatsbesuch empfangen: Durch eigens für die Begrüßung aufgebaute „Tore“, mit Musik und Gesang, mit Blumengirlanden und Bilums (selbstgefertigte landestypische Umhängetaschen) behangen, ging es durch lange Spaliere, wo unzählige Hände geschüttelt werden wollten. Die Ehre, Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit, die uns überall entgegengebracht wurde, haben mich tief beeindruckt und beschämt.
Waren die Stationen vor dem Wabi-Kirchenkreis einfach nur einfach, so erwartete uns nun für insgesamt neun Tage eine absolut zivilisationsferne Lebenssituation. Kein Bett, keine Du/WC, kein Strom, kein fließendes Wasser, oft weder Tisch noch Stuhl oder Besteck… Für einen Europäer, auch für eine Meldorferin, ein wahre Herausforderung. Die Entbehrungen, vor allem aber die durch viel Regen hervorgerufenen enormen Schlamm-Massen machten mir schwer zu schaffen. In dieser ersten Gemeinde in Wabi trennte sich unsere Reisegruppe. Cynthia Lies und ich brachen noch weiter in den Busch auf, zu unserer Partnergemeinde Sugu mit Pastor Salap. Der Empfang war nicht zu überbieten: 4 Tore, 4 mal Spalier, 4 Musikgruppen mit Liedern extra für uns geschrieben, eine kleine Theaterinszenierung, die feierliche Eröffnung des Glockenturmes mit der Dithmarscher Glocke, viele Reden, tausende Hände… Und das erste Kind, das ich fragte, wie es heißt, sagte „Gisela“. Und es gab in diesem Dorf überhaupt keinen Schlamm. Auf meine Frage, warum das so sei, erwiderte Salap: „Wir haben alle dafür gebet, dass es nicht regnet.“ Die gelebte Frömmigkeit der Menschen war für mich bemerkenswert. Jeden Tag ein Gottesdienst, der mindestens zwei Stunden dauert. Und die Kirche war brechend voll. Bis auf den letzten Platz besetzt mit Jung und Alt, Mann und Frau. Es wird viel und laut gesungen und dazu geklatscht. So inbrünstig und laut, dass ich bei den ersten Liedern dachte, die Kirchenwände stürzen gleich zusammen. Meine Grüße und die Geschenke aus unserer Gemeinde habe ich überbracht und mindestens ebenso viele wieder eingepackt. Habe über unsere Partnerschaft gesprochen, wie sie in Zukunft aussehen könnte, ihnen mitgeteilt, dass der Kirchengemeinderat, obwohl es sehr schwer ist eine Partnerschaft über solch eine Entfernung zu pflegen, sich für diese ausgesprochen hat. Da war die Erleichterung im Raume regelrecht greifbar, gefolgt von langem Klatschen.

Pastor Salap und Pastor Surumba waren mir ja schon durch ihre Besuche in Meldorf bekannt. Nun erhielten aber auch viele andere Namen und Orte Gesichter. Dass die Partnerschaft seit Anbeginn von Gisela Ketelsen treu gepflegt wird, war in Sugu mehr als augenscheinlich. Nicht nur, weil Mädchen Gisela heißen. In der gesamten Gemeinde, nein im gesamten Wabi-Kirchenkreis, wurde liebe- und ehrfurchtsvoll von „Mama Gisela“ gesprochen.
Es gäbe noch sehr viel mehr zu sagen, aber wie soll man all die Eindrücke in einem kurzen Text widergeben?
Nach 10-tägigen Aufenthalt im Hochland flogen wir zum Abschluss noch für drei Tage an die Küste. Ich badete zum ersten Mal in meinem Leben im kristallklaren, warmen Pazifik. Welch Luxus nach den Entbehrungen im Hochland. Endlich wieder sauber, endlich wieder ein Bett, Du/WC, Strom, fließend Wasser, Tisch, Stuhl, Besteck…
Und dann der Rückflug. Mit einem Rucksack, mindestens genauso schwer wie auf der Hinreise. Mit über 1.000 Fotos, einem gefüllten Reisetagebuch und vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen.
Als Pastor Pohlmann uns den Reisesegen zusprach, wusste ich nicht, was mich erwartet. Nun weiß ich es: Im Hochland Papua-Neuguineas gibt es zwar große Armut, aber einen immensen Reichtum an herzlichen und gastfreundlichen Menschen. Das hat mich sehr berührt. Ich habe viel gelernt von den Menschen in unserem Partnerkirchenkreis. Von ihrem Leben, ihrem Denken und ihrem Glauben. Ich habe durch sie auch für mein Leben gelernt. Das hatte ich nicht erwartet, aber Papua-Neuguinea ist eben das „land of the unexpected“ und dafür bin ich dankbar.

 

Liebe Meldorfer Kirchengemeinde                                                                           31.01.2015

Sie haben im Weihnachtskirchenblatt von der Reise der Dithmarscher nach Papua-Neuguinea in den Partnerkirchenkreis gelesen, und wie sehr Pastor Salap sich gefreut hat, daß 2 Besucher direkt seine Gemeinde besuchten.

Danach hat er uns in Freude vier große Briefe geschrieben, mit Dank, mit Freude, mit vielen Grüßen an die große Meldorfer Gemeinde, er zählt viele Namen auf, und viele kann er nicht aufzählen. Darum: großer Dank an alle, für Grüße, für Geschenke, für Gebete, für die Besucher. Er verschweigt nicht, daß sie eine Hungersnot hatten und sehr elend waren, aber er hatte noch etwas Geld von uns und davon hat er Kartoffeln gekauft.

Merle Fromberg brachte Pastor Salaps Lebensbeschreibung mit und übergab sie an Pastor Baum: 50 Jahre Missionsarbeit in der Sugu-Gemeinde, die jemand ihm auf Englisch schrieb.
Mit 22 wurde er in dieses abseitige Gebiet gesetzt, er fand 3 – 4 Familien, die ihre Ahnen anbeteten und die er nicht verstand – und sie ihn nicht. Das ist eindrücklich zu lesen, wie durch 50 Jahre eine große Gemeinde mit 13 Dörfern entstanden ist. Nun ist er am Ende, und er rechnet sich vielleicht noch 2 Jahre zu, wenn Gott sie ihm gibt.

Ich möchte gerne allen Gemeindemitgliedern vielmals herzlich danken, die ihn durch so viele Jahre mit Gaben und Gebeten begleitet haben. Es hat ihn durch 25 Jahre in seiner Arbeit, in seiner Glaubenskraft gestärkt. Er weiß, daß wir unsere Kirchen ziemlich schonen, aber er weiß, das hier viel Liebe ist, und dafür segnet er uns.                                                               Gisela Ketelsen

Brief vom 31.August 2014 von Pastor Salap, hier 19. September 2014

Liebe Frau Gisela Ketelsen und Familie, liebe Mitarbeiter für Christus und alle Kirchenvorsteher und Vorsteherinnen, liebe Christenbrüder und Schwestern, liebe Jugend und liebe Konfirmanden und Kindergottesdienstkinder und Kindergartenkinder und ihre Mamas in Meldorf. Ich grüße Euch im Namen Christi, der Gott Jakobs hebe seine Hände über euch und behüte und lasse euch in Frieden wohnen allezeit. Amen.
Ich danke für Euren Brief vom 04. Mai 2014. Vielen Dank für Eure guten Gebete und euren Segen und die guten Bibelworte, die ihr schicktet. Das ist ein sehr großes Geschenk für uns. Gott segne euren Glauben und eure Liebe zu uns. Ich bekam 3 Pakete und 1 für Mr. Kanda Mealo. Er freute sich und sagt euch danke! Ich bekam 2 Rattenfallen, 5 Altarkerzen und andere Kerzen und Farbstifte, Schreiber und 3 Babyhemden, und noch anderes, ich danke euch sehr, auch für Psalm 23.
Von der Sugu-Gemeinde möchte ich erzählen, daß die Leute vom Dorf Otere im letzten Jahr ihr Dorf verließen aus Angst vor Kämpfen und in das Dorf Apuma gingen. Nun sind sie nach Otere zurückgekehrt, und wir haben am 07. August 2014 die Tür zur Kirche geöffnet und 5 Kinder getauft und 5 konfirmiert. Und 43 Männer und Frauen nahmen das Abendmahl. Am Nachmittag verließen die Apuma-Leute das Dorf Otere wieder und gingen zurück nach Apuma nach Hause. Und auch die Mambore-Leute sind in Ordnung, im Juli kamen sie zurück in unsere Gemeinde.

Du fragtest nach meiner Familie. Ich bin krank. Sohn Pawa und seine Frau Gulike und die Kinder sind hier. Sohn Rami und seine 2 Kinder sind in Lae, und Keli Depe (die Tochter) und Familie, Enkel Ila und Filemon (Pawas Kinder) sind auch dort (die Jungens auf der Schule), und auch die Mama Sosepe ist in Lae. Aber heute Morgen rief Rami an, Mama verlöre ihr Leben. Wir sind sehr aufgeregt, ich möchte gehen, aber ich weiß nicht wie, und bin noch hier. Falls es morgen oder übermorgen eine Möglichkeit gibt, gehe ich hinunter nach Lae.
Psalm 16, 5-6 Gott allein ist mein Erbteil, du hilfst mir mit dem, was mir fehlt.
Ich möchte eure ganze Familie grüßen, Ellen und Peter, Alf und Ute, Harring, und Inga und ihre Familien, Gott segne sie alle.
Ich wünsche die Besucher kommen ins Sugu. Aber ich weiß es nicht.
Euer Pastor Salap

 

Brief von Pastor Salap vom 09.07.2014 hier am 26.08.2014

 Liebe Frau Gisela Ketelsen und Familie und alle Brüder und Schwestern und Freunde in der Meldorf-Gemeinde! Im Namen unseres Herrn Jesus Christus grüße ich Euch. Gott segne euch! Ich danke euch, daß ihr 2x Kollekten schicktet aus der Meldorfer Kirche, wir erhielten sie. Und Frau Anni Strahlendorff schickte Medizin und Kerzen und Lampen und weitere Sachen. Wir erhielten es und danken, danken sehr für diese guten Geschenke, Gott segne es euch allen.
Von Mr. Kilambo Rialo erzähle ich euch, daß er bekam, was ihr schicktet, er freute sich sehr und sagt großen Dank. Ich schicke seinen Brief mit. Er liebt euch sehr, soll ich sagen.
Leider haben wir hier großen Regen, der Boden wird weich und bricht.
Unsere Otere-Gemeinde verläßt Apuma und kehrt in ihr Dorf zurück und baut die Kirche neu. Sie möchten sie eröffnen, aber der Regen macht alles zu weich.
Entschuldigt, daß ich auch nach Hustenmedizin fragte. Ich brauche auch Medizin für die Leber. Gott behüte euch!
Euer Pastor Salap Uyaga

Liebe Meldorfer Kirchengemeinde,

ich möchte zu Papua-Neuguinea einige Gedanken sagen.
Da etliche Briefe von den Wabi-Gemeinden im Internet (auf der Homepage der Meldorfer Kirchengemeinde meldorf@kirche-dithmarschen.de) gelesen werden können, fanden Sie im letzten Jahr wenig in unserem Kirchenblatt zu unserer Partnerschaft.
Aber es ist unseren Herzen doch nötig, daß uns die fernen, vertraut gemachten Christen auch weiterhin im Kirchenblatt vor Augen sind und noch bleiben, wenn wir denn überhaupt diese Partnerschaft noch ernst und verbindlich nehmen. Wir haben sie der Entscheidung unseres Süderdithmarscher Kirchenkreises zu verdanken, der diese Verbindung zu weltweiter Christenheit als Lernaufgabe für unsere Gemeinden sehen wollte und als verbindlichen Beitrag eines Helferprojektes.
Inzwischen ist unsere bekannte Welt so viel größer und vielfältiger geworden, und es lassen sich leicht andere Partnerschaften herstellen. Und sie können auch im Internet Nachrichten aus Papua-Neuguinea lesen. Doch unsere Aufgabe braucht mehr: es ist die Zuwendung unserer Gebete, unsere Gedanken, unsere Wünsche, die sie berühren sollen, und unser Hören auf ihr Leben.
Die Sprache Pidgin, die hier jetzt nicht mehr gelernt wird, ist nötig für die mittlere und ältere Generation dort, die noch kein Englisch kann, für die auch Pidgin Fremdsprache ist. Die junge Geraration lernt in der Schule Englisch, sodaß wir in Zukunft auch englische Briefe schreiben können, wenn ich keine Pidginbriefe mehr schreibe und übersetze.
Wir erhalten Briefe aus dem Wabi-Kirchenkreis von annähernd allen 13 Pastoren und den Hauptmitarbeitern und Evangelisten, von Frauen, Jugendleitungen, treuen Christen, deren Glaube Ihnen aus so manchen Briefen deutlich geworden ist. Wer etwas tun möchte für diese Christen, möge herzlich für sie beten – das erbitten sie von uns. Sie sehen es als ihre vordringliche Aufgabe, den Glauben an Jesus in ihrem Land zu stärken und zu erhalten; das ist ihnen mehr als der „Anpfiff für Gerechtigkeit“ – es braucht die verwandelten und von Gott gestärkten Herzen, wenn gerechtes, gutes Leben in Frieden geübt werden soll.
Und so staunen wir über ihre großen Kirchenfeste mit Loben und Danken und Bibelstudium, Jugendfortbildung und gesprächsreichen Gemeinschaften.
Wer unsere einfachen Briefe und Päckchen unterstützen möchte, ist herzlich willkommen, auch mit guten und hilfreichen Ratschlägen. Im DOM steht noch ein Opferstock für Pastor Salap. Einen Brief vom alten Pastor Yandi möchte ich zum Schluß zitieren:

„Liebe Gisela Ketelsen mit allen Euren Christenmännern und Frauen in Meldorf. Der Name Jesus Christus bleibe bei euch allen, Ihr seid unsere wahren Freunde. Eure gute Arbeit hilft uns. Wir denken an euch in unseren Gebeten. Wir freuen uns über euch – im Namen Jesu“
Wer Gespräche möchte: Jederzeit. Und wer Anschriften möchte:
Mr. Surumba Yalali, ELC PNG Wabi Sekret P.O. Box 961 Mt. Hagen – W.H.P. PNG
und wer Pastor Salap Uyaga möchte:
ELC PNG Sugu parsis P.O. Box 1459 Mt. Hagen – W.H.P. PNG“

Postfach und Konto aufrecht zu erhalten, braucht unsere spezielle Hilfe. Partnerschaft und Freundschaft sind keine Spielwiese, sondern ein kostbares Gut und brauchen Pflege und Liebe. So hatte unser Kirchenkreis anfangs 15000,- DM jährlich als Hilfe beschlossen. Das wurden 7500,-€ ab 2001/2002. Nach der Kirchenkreisversammlung und neuen Richtlinien des Kirchlichen Entwicklungsdienstes sind es jetzt etwa 4500,-€, die an den Wabi-Kirchenkreis gehen; El Salvador, Indien, Tansania und seit kurzem auch Brasilien gehören ebenso zu den Empfängern der Kirchengelder.
Ich möchte herzlich wünschen, daß unsere Meldorfer Gemeinde weiterhin Liebe zeigt zu unserer Partnerschaft.

Freundliche Grüße! Gisela Ketelsen

Brief von Jim Yakibu vom 17.03.2014

Liebe Gisela,
im Namen unseres Herrn Jesus Christus, der mit dir und euch Freunden in Meldorf sein möge!  Ich danke und schreibe gute Grüße, die ich an dich sende. Zweitens möchte ich danken für die Bibelverse, die du mir schriebst. Drittens danke ich der Frau, die die Wolldecke gearbeitet hat. Ich weiß, Gott hat ihr die guten Gedanken gegeben, sie hat eine wunderbare Decke gemacht. Diese verschiedenen Farben innerhalb der Wolldecke, ich bin sehr einverstanden mit den Farben und freue mich, diese Deckle anzusehen. Ich danke der Frau, die sie machte. Gott möge ihrem Werk (ihrer Arbeit) weiterhin Segen geben. Und Gott möge mit ihr sein. 4. danke ich für die Bilder mit Noten. Das gefällt uns. Und wir beten, Gott segne, was ihr tut für uns. Für alle Freunde in Meldorf beten wir.
Ich, Jim, bin nur einer – ich höre, ich sehe, ich denke, meine Arbeit ist in der Sugu-Gemeinde und im Wabikreis.
Vielen Dank und Gott segne.
Euer Jim Yakibu

Brief von Pastor Dicks Poasa vom 19.Februar 2014 (hier am 21. März)

Liebe Gisela,
Hallo und Guten Tag Euch Christen im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Wir Christen in der Paripia-Gemeinde freuen uns über Eure Weihnachtsgrüße. Wir freuen uns, daß Gott uns zu einer Familie machte und wir senden euch unsere Grüße im Namen Jesu. Er segne und behüte euch.
Unsere Gemeindearbeit sieht so aus: Jeden Dienstag treffen sich Männer und Frauen, um den Text für Sonntag zu besprechen und was gepredigt werden soll. Nach 1 Monat Gemeindearbeit feiern wir die Heilige Kommunion. Jeden 3. , 6. , 9. , und 12. Monat sind Taufen, Konfirmationen und Wiederaufnahmen in die Kirche, im allgemeinen läuft so die Gemeindearbeit.  Wir haben 4 Gemeindedörfer, für 3 bauten wir eine neue Kirche, eine mit Kupferdach, 2 mit Gras, die 4. ist sehr alt. Was uns fehlt, sind Becher für Wein und Teller für Brot. Wir benutzen jetzt etwas von Pastor Salap. Denn diese wichtigen Geräte sind im Wabi sehr knapp.
Danke für Euer Zuhören! Gott behüte und bewache Euch und jetzt und später!
Auf Wiedersehen!
Pastor Dicks Poasa, Gemeindepastor Paripa

Von Mr. Surumba vom 26.02.2014

Liebe Mama Gisela mit allen Familien und allen Christen in Meldorf, auch Grüße an alle Mitarbeiter in allen anderen Gemeinden in Dithmarschen!
Im Namen unseres Herrn Jesus  Danke für eure guten Grüße an uns vom November 2013 und vom 26. Dezember , sie kamen im Januar und wir danken, bei unserem Treffen in Kagua im Hause von Pastor Raymond habe ich sie vorgelesen, alle konnten zuhören und sie sagen Euch großen Dank. Auf diesem Treffen waren 7 Pastoren: Pastor Diks Poasa, Pastor Timon Api, Pastor Yandawei, Pastor Tha, Pastor Klimbet von Pura, PastorYandi, Pastor Pigi, Pastor Raymond, letzterer predigte über Matthäus 5,13-16, 25 Frauen waren da, Jugendleiter Jethro und Andrew Rokasi, Kirchenvorsteher Banabas Bala und Makson Moke, Evangelist Roy Roka, und Betty Nakisi bewirtete das Treffen. Wir sprachen über das Frauentreffen des Kirchenkreises Wabi, auch über die Frauenleiterinkonferenz des ganzen Imanueldistriktes, die im August vom 21-25. sein soll, wir sprachen über das Geld, um dieses Treffen auszurichten, wir benötigen 11050 Kina, die Christen haben – wollen zusammenbringen 4985,- Kina. Danke für die 100,- Dollar, ich habe gewechselt, alle erhielten 10 Kina und dankten, Pastor Tha und Pastor Timon dankten für den Brief und Geld, alle senden viele Grüße an Gabriele und Thea und Ute und Anni, es ist eine harte Arbeit für euch, das Geld zusammenzubekommen, danke sehr für eure Arbeit, Gott segne sie.
Danke an Herrn Warncke für die Aerogramme! Vielen großen Dank!
Danke für die Gottesrede aus Lukas 11, 28+27

Euer Surumba Yalali

17. Februar 2014 von Pastor Pigi, Ripuru-Gemeinde und Kirchenkreispastor

Liebe Gisela Ketelsen,
hallo und guten Tag Dir und allen Mitarbeitern im Namen unseres gemeinsamen Herrn Jesus Christus. Er segne uns alle in unserer Arbeit, das daß Evangelium von Jesus Christus lebendig bleibt.
Ich möchte Dir danken für die Grüße und die Segenswünsche, die ich über Andrew Rokasi, den Koordinator der Kindergottesdienste, erhielt, zu mir möchte ich sagen: ich bin aus dem Wabi, ich war auf dem lutherischen Hochlandseminar in Ogelbeng (Pidgin-Ausbildung zum Pastor; mit Sicherheit kann er gut englisch). Jetzt arbeite ich als Pastor im Wabi seit 2 Jahren in der Ripuru-Gemeinde und nun bin ich hier (beschäftigt?). Ich habe 6 Dörfer in meiner Gemeinde und Evangelisten und Kirchenkreis-vorsteher und Vorsteherinnen, Jugend und Kindergottesdienst. Ich selbst habe 7 Kinder.
Die Ripuru-Gemeinde ist eine von 13, und diese Gemeinde ist im Zentrum, der ehemaligen Missionsstation, und ich bin auch der Kirchenkreispastor.
Ich spreche jetzt im Namen der Christen der Ripuru-Gemeinde, Männer und Frauen, Jugend und Kindergottesdienst und sage euch“ Guten Tag“ und spreche euch allen meine Freude aus. Gott unser Herr segne uns alle und stärke uns in der Arbeit, die gute Botschaft von Jesus zu sagen. Gottvater und unser Herr Jesus Christus möge euch allen barmherzig sein und euch Frieden -ein leichtes Herz- geben. 2. Tim 1,26

Euer Pastor Pisa Pigi , Ripuru-Gemeinde, Wabi

Brief von Mr. Surumba vom 28.01.2014

Liebe Mama Gisela und liebe Familie und liebe Christenmänner und -frauen in Dithmarschen – wir Christen im Dorf Maguri und der Gemeinde Sugu und dem Wabikreis senden Neujahrsgrüße an Euch im Namen unseres Herrn Jesus Christus!
Es ist für uns Christen eine Zeit, in ein neues Leben zu gehen, und dafür danken wir Gott, daß er Jesus sandte, uns sündigen Menschen zu helfen, und wir Christen im Wabi und in allen unseren Gemeinden freuen uns und danken euch, daß ihr unseren Glauben stärkt und unsere Liebe – das danken wir euch sehr.
Ich habe diese Decke bekommen, die du schicktest, Lia hat sie bekommen, sage dank der Mama, die sie gearbeitet hat, der Dank von Lia möge bitte bei ihr ankommen. Lia und Alo und Jenet und Jenifa und Veronica und Tony und Yalali und Randanu und Lüdia meine Frau, alle senden Grüße an euch und alle Familien und alle Christengeschwister in Meldorf und allen anderen Gemeinden.
Wir hatten eine große Kirchensynode auf der Insel Karkar in der Madang-Provinz, 3000 Abgeordnete, Männer und Frauen aus ganz Papua-Neuguinea kamen zu dieser Synode, wir gingen auch zu dieser Synode, das Thema war Matthäus 6,11 , ein Bischof aus Australien hielt die Hauptrede. Pastor Moses Koyamu, Pastor Yandi Papa, Pastor Ta, Pastor Raymond, Pastor Max Yapua, Pastor Yandawei, Pastor Peter Pela, Betty Nakisi und ich besuchten diese Synode und ein Evangelist der Rami-Gemeinde, er starb dabei.
Das Rote Kreuz von Papua Neuguinea, gab Zelte und Decken und Becher und Teller und große Hilfe an die Familien, die durch Kampf kaputt sind, und so bekamen auch die Familien von Sara Popoma undKilambe – es bleibt aber noch viel Arbeit, um zu helfen.
Danke für Euer zuhören, Gott segne euch!

Euer Surumba Yalali

Brief von Surumba 19.11.2013

1. Liebe Gisela Ketelsen und Christenbrüderschwestern in Dithmarschen in jeder Gemeinde und in jedem Dorf!  Im Namen unseres Herrn senden wir Wabichristen unsere Grüße vom Jahr 2013 an Euch Freunde und Partner im NMZ und Dithmarschen: Jesus ist der Weg, auf dem alle Menschen zum Papa gehen Joh 14,31.
2. Bericht vom Wabikirchenkreis, Sumi, Lama, Urama und Sugu sind in Schwierigkeiten. Die Familie von Sara Popoma bekam Schwierigkeiten, weil die Leute von Wambo (einem Nachbardorf) 36 Männer und Frauen und Kinder von Saras Familie töteten und von Kilambo, das Dorf Roaperomba ist völlig zerstört, alle sind weggelaufen nach Apuma und Porako und in die anderen Örter ringsum, die Familie von Kilambo ist biket = bikhet = harter Kopf – und die Leute von Wambo ergriffen sie und töteten die Leute von Sara und Kilambo, sodaß keiner mehr da ist, sie verließen das Dorf und rannten weg. Saras Papa wurde mit seinem Haus verbrannt, der alte Napa war im Feuer in seinem Haus, die Feinde verbrannten ihn, Sara und ihr Mann liefen weg, und der Alte war im Feuer in seinem Haus und ihr betet bitte für uns Sugu, danke, daß ihr das hört.
3. Unser Wabi-Komitee dankt euch für alle eure Geschenke, die ihr schickt und dafür, daß wir zusammen durch die Schwierigkeiten gehen – Hebräer 12,2- : unsere Blicke müssen auf Jesus gehen. Im Kirchenkreis und den Dörfern und Gemeinden glauben die Menschen und stärken die Kirchenarbeit durch Zusammenkünfte, die Schwierigkeiten sind da und groß, aber sie sind stark und machen viele Arbeit und stärken den Glauben der Christen in jedem Ort und jeder Gemeinde. Danke, daß ihr zuhört!

24.10.2013

 Ein Aerogramm mit vielen Grüßen an die Meldorfer Gemeinde

Liebe Frau Gisela Ketelsen und Familie und alle Geschwister und Christenfreunde in Meldorf!
Meine Familie und ich und die Sugu-Gemeinde senden unsere Grüße an Euch alle im Namen unseres Herrn Jesus Christus, unserem Erlöser. Gottes Barmherzigkeit sei mit euch allen.
Nun möchte ich einen großen Dank sagen für Euren Brief vom 1. August 2013, ich bekam ihn gestern am 23. Oktober, dafür danke ich sehr. Ihr habt 40 Dollar mitgeschickt, ich bekam es, es ist ein großes Geschenk für uns, Gott segne euch, auch eure Gebete und euren Segen. Das ist für mich ein großer Segen. Du fragtest nach dem Öl- und Gasabbau. Die Transporte gehen nicht durch das Wabi und über Kagua – Sugu – Erave, sondern westlich nach Tari in die neue Ela-Provinz. Die Eksen Mobily Kompanie ist sehr groß, und große Laster fahren durchs Land von Lae nach Tari.
Danke auch, daß Du nach unserem Posmea-Projekt fragst, es wird etwas gebremst durch manche Kämpfe und Probleme. Aber macht euch keine Sorgen, es geht Schritt für Schritt.
Du fragtest nach dem Generator. Ich kaufte einen kleinen, um DVD und CD zu zeigen, und auch für unsere Gemeindeversammlung am Abend, um Licht zu haben. Wenn ihr noch mehr CD’s hättet oder biblische Filme – wir würden uns freuen.
Von unserer Gemeinde möchte ich berichten: Anfang dieses Monats fingen Kulia Kelen und Wambea Kelen einen großen Streit an mit Gewehr und Pfeil und Bogen und Buschmesser und die Wambea schossen auf einen Sohn von Frau Sara Popoma, er stürzte, aber später konnte er aufstehen, die Ärzte entfernten die Kugel und er ist einigermaßen wieder zuwege. Aber 10 Wambea – Männer schossen, einer starb, 4 kamen ins Krankenhaus Mt. Hagen. Der Kampf ist zu Ende, aber das Wamboi-Dorf ist kaputt und Roapeloba von der gegnerischen Kabia Seite ist auch kaputt, 10 Häuser wurden abgebrannt, aber die Wabea-Seite hat sich noch nicht beruhigt.
Bitte betet für uns, daß der Kampf nicht von neuem beginnt!
Danke für Euer Zuhören!
Euer Pastor Salap
Viele herzliche Grüße

Brief von Surumba

Heute, am 14.12.2013, kam ein neuer Brief aus der Sugu-Gemeinde, das der Kampf in diesen beiden Dörfern eskalierte, mit 36 Toten und beiden abgebrannten Dörfern.
Betet für uns!

Infobrief 04-2013 Seite 1

Infobrief 4-2013 Seite 2