Palestrina-Ensemble Kiel gastiert am 10. Februar 2019 im Meldorfer Dom

Unter dem Titel  TRISTIS EST ANIMA MEA  lädt das 25-köpfige Palestrina-Ensemble Kiel mit ihrem Leiter Andreas Koller zum Winterkonzert ein am Sonntag, dem 10. Februar findet um 17 Uhr im Meldorfer Dom. 
Im Zentrum der Konzerte stehen Vertonungen des Responsorium-Textes zum Gründonnerstag „Tristis est anima mea usque ad mortem; sustinete hic et vigilate mecum“ – „Meine Seele ist betrübt bis an den Tod, bleibet hier und wachet mit mir“. Die Worte entstammen dem Matthäus-Evangelium und werden von Jesus im Garten Gethsemane zu seinen Jüngern gesprochen.

Es werden Vertonungen von Johann Kuhnau, dem direkten Vorgänger Johann Sebastian Bachs an der Thomaskirche in Leipzig, des italienischen Namengebers des Ensembles Giovanni da Palestrina, dem bedeutenden Orlando di Lasso und dem schillernden Carlo Gesualdo zu Gehör gebracht. 

Flankiert werden diese Werke von jeweils einer Komposition von Heinrich Schütz und Johann Hermann Schein über den Vers „Was betrübst du dich, meine Seele“ aus dem 42. Psalm.
Die beiden Chorblöcke werden beendet von zwei Kompositionen aus der Feder der Bach-Familie: Zunächst erklingt die Psalmvertonung „Ich lieg und schlafe“ von Johann Christoph Friedrich Bach. Er war in Bückeburg als „hochgräflicher Cammer-Musicus“ in Diensten. Den Abschluss bildet dann die doppelchörige Motette „Komm Jesu, komm“ seines Vaters Johann Sebastian Bach.
Begleitet wird das Ensemble von Thomas Stöbel am Violoncello und Thomas Walther an der Truhenorgel. In der Mitte des Konzertes spielen die beiden Musiker die Sonate in d-Moll von Antonio Caldara.