Mal nachgedacht – Der Impuls für die Woche

Die Liebe des Valentin

Der italienische Bischof Valentin soll eine besondere Sympathie für Verliebte gehabt haben. So sehr, dass er damals auch Soldaten traute, die nach kaiserlichem Befehl eigentlich unverheiratet bleiben mussten. Für Valentin aber war die Liebe wichtiger als alle Gesetze. Nicht nur die zwischenmenschliche Liebe. Am 14. Februar 269 wurde Valentin enthauptet. Wegen seiner Liebe zu Gott. Weil er als Christ nicht bereit war, von der Liebe Gottes abzulassen. Weil er nicht aufhörte, sie zu feiern und davon zu schwärmen – sehr zum Missfallen des Kaisers, der sich selbst für Gott hielt und so verehrt werden wollte.

Insofern muss der nach Bischof Valentin benannte Valentinstag nicht nur ein – leider zunehmend kommerziell-verkitschter – Tag der zwischenmenschlichen Liebe sein und bleiben. Sondern in ernsthafter Erinnerung an Bischof Valentin kann er auch als Glaubenstag begangen werden. Im Glauben an einen Gott, der in der Bibel zwar kein einziges Mal „lieber Gott“ genannt wird, aber dennoch als liebender Gott beschrieben wird. Ein Gott, der unbegreiflicher Weise vieles zulässt auf dieser Welt, und doch niemals loslässt.

„Nichts und niemand in der Welt kann uns trennen von der Liebe Gottes!“ (Römerbrief, Kapitel 8, Vers 39)

Eine gesegnete Woche wünschen Ihnen und Euch

 Pastorenehepaar Esther & Daniel Cremers