JUDAS im Meldorfer Dom – Theaterstück am 5. April 2017 – 19.30 Uhr

Hartmut Lange, Schauspieler

In der Geschichte des christlichen Glaubens wurde der Jünger Judas zur Projektionsfläche für das abgründig Böse in der Seele des Menschen, doch nicht ohne zugleich auch Mitgefühl zu wecken für die Tragik dieses Mannes.
War die Tat des Judas wirklich dessen persönliche Schuld oder war er nicht doch eher ein „Bauernopfer“? Brauchte Gott gar den armen Judas, um seinen Heilsplan durchzuführen, der die Menschheit retten sollte? Wurde Judas, der seine Tat bitter bereute, auch für unsere Schuld in die Verzweiflung und den Tod getrieben? Wird Judas durch sein Schicksal zu einer Art Schutzpatron all derer, die mit Gott und ihrem Schicksal hadern?  Mehr noch als die Kulisse einer Theaterbühne eignet sich der sakrale Raum der Kirche, um sich im Angesicht des Gekreuzigten diesem Abgrund ungelöster Menschheitsfragen zu stellen: Wer war Judas – Opfer oder Täter? Wer sind wir – Menschen mit der Freiheit zu entscheiden oder eher einem dunklen Schicksal ausgeliefert?
Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet in ihrem Monolog der Ikone des Verrats ein Plenum. 2000 Jahre nach seiner Tat präsentiert sich Judas im Meldorfer Dom, lässt uns teilhaben an seiner eigenen Geschichte.  Der Lübecker Schauspieler Hartmut Lange lässt diesen Monolog Fleisch werden, wenn er sich in die Fußstapfen des Judas stellt, um die Zuschauer auf eindrückliche Weise in die Zerrissenheit des Jüngers hineinzunehmen.
Karten zum Preis von 12 Euro (ermäßigt 8 Euro) in der Buch- und Papierhandlung Evers oder an der Abendkasse.

Herzlich Willkommen!