Heinrich von Zütphen – Christus treu bis in den Märtyrertod

Im Rahmen der Churchnight im Meldorfer Dom spielten 100 Jugendliche und Betreuer einen Ausschnitt der Reformation in Dithmarschen nach. Er spielt am 9. Dezember 1524:

Augustinus Tomborch, Prior des einstigen Dominikanerklosters, wiegelt eine verschworene Gemeinschaft gegen den Reformator Heinrich von Zütphen auf. Man beschließt, den „Verräter“ heimlich aus dem Alten Pastorat zu holen und zur Verurteilung und Verbrennung nach Heide zu bringen. Am Feuer angekommen, verkündet Landschreiber Günther das Urteil. Wiebe Junge aus Meldorf setzt sich mutig dafür ein, dass Heinrich von Zütphen eine ordentliche Gerichtsverhandlung bekommt – vergebens. Da das Feuer nicht so recht brennen will, helfen Henning Swyn und Johann Balck mit dem Messer, bzw. einem Hammer nach, sodass Prior Tomborch schließlich verkünden kann: „Er ist tot! Der Ketzer ist tot!“

Das Thema Reformation war im Vorfeld an Projekttagen in der Meldorfer Gemeinschaftsschule und der Meldorfer Gelehrtenschule von Pastor Benjamin Pohlmannn und Gemeindepädagoge Johannes Freimann und den Fachlehrern inhaltlich vorbereitet worden.

Das Rollenspiel war aber nur ein kleiner Teil der Churchnight. Auch eine Andacht, eine Stadtrallye, bei der Jagd auf Lutherbibel-Seiten gemacht wurde, Spiele, Lieder, Nachtruhe mit Matratzen und Schlafsäcken, mehrere Mahlzeiten und der Reformationsgottesdienst am 31. Oktober gehörten zum Konzept der Churchnight, an die sich alle Beteiligten sicherlich noch lange und gern erinnern werden.

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