Das letzte Abendmahl

„Als sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.“

Markus–Evangelium, Kapitel 14, Verse 22 und 23

Das letzte Abendmahl

Was fällt mir zum letzten Abendmahl ein? Es ist nicht der Geschmack der Oblate oder des Traubensafts. Ich erinnere die Gemeinschaft, wie wir nebeneinander und miteinander im Kreis versammelt waren.

Und beides Mal wurde mir zugesagt „Für dich“, beim Brot und auch beim Kelch. Ich bin im Glauben mit Christus verbunden mit seinem Leib und seinem Blut. Ich nehme Anteil an seinem Tod und seiner Auferstehung.

Ich schmecke und sehe, aber eigentlich höre ich auch beim Abendmahl seine Worte der Liebe: „Kommt zu mir“ und „Ich bin bei euch“.  Gott hält an seinem Bund  mit den Menschen fest.

Im Dom reichen wir uns zum Segenswort die Hände. Manche bekräftigen das mit einem freundlichen Nicken, bevor wir zurück auf unseren Platz und unsere Wege gehen.

Beim letzten Abendmahl Jesu sitzt der Jünger Judas mit am Tisch. Die Verhaftung Jesu steht bevor. Doch der die Schuld auf sich lädt, wird nicht vom Tisch verwiesen.  Alle, die schuldig geworden sind durch ihr Tun oder Lassen, sind zum Abendmahl eingeladen. Wir alle leben von der Liebe und der Vergebung Gottes.

Text: Pastor Thomas Baum

Musik: Kantorin Anne Michael über EG 223 – Das Wort geht von dem Vater aus